Für die Ausstellung „Trees, Time, Architecture!“ im Architekturmuseum der Technischen Universität München haben wir die Ökobilanz der gesamten Ausstellung erstellt. Dabei wurden sämtliche Umweltwirkungen im Lebenszyklusansatz erfasst – von Materialeinsatz und Transport über Aufbau und Nutzung bis hin zum Rückbau und zur potenziellen Wiederverwendung. Ziel war es, die Klimarelevanz des temporären Ausstellungsbaus transparent zu machen und eine fundierte Grundlage für nachhaltige kuratorische und gestalterische Entscheidungen zu liefern.
Die Ausstellung thematisiert das komplexe Verhältnis zwischen Architektur, Zeit und lebendiger Natur – insbesondere dem Baum als wandelndem Organismus und Kohlenstoffspeicher. Sie fordert ein Umdenken im Bauen: weg vom statischen Objekt, hin zum prozesshaften, ökologisch eingebetteten Gestalten.
Gerade im Kontext einer Ausstellung, die sich kritisch mit der Beziehung zwischen Natur, Zeit und Architektur auseinandersetzt, war die ökobilanzbasierte Bewertung ein wichtiger Beitrag zur inhaltlichen und gestalterischen Konsistenz des Projekts. Die Analyse trägt dazu bei, das Thema Nachhaltigkeit auch auf der Umsetzungsebene greifbar zu machen – und unterstützt den Anspruch der Ausstellung, Architektur als dynamischen Beitrag zum ökologischen Wandel zu denken.
Ergänzend zur fachlichen Zusammenarbeit haben wir gemeinsam mit dem Kurator Prof. Ferdinand Ludwig ein Interview zum Thema nachhaltiges Bauen geführt. Darin diskutieren wir die Potenziale und Herausforderungen eines Bauverständnisses, das Prozesse, Kreisläufe und lebendige Systeme in den Mittelpunkt stellt.
Das Leistungsbild umfasste:
- Lebenszyklusanalysen (LCA)
