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Ökobilanzierung für Gebäude, Quartiere und Portfolios

Wir erstellen Ökobilanzen nach DIN EN 15978 auf Basis der ÖkobauDat: als Nachweis für DGNB, QNG, KFN und BNB, für die EU-Taxonomie und die kommende Ökobilanz-Pflicht nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz, als Entscheidungsgrundlage in frühen Planungsphasen oder als CO₂-Baseline für ganze Portfolios. Beide Geschäftsführer haben zur Lebenszyklusanalyse von Gebäuden promoviert; die Methodik unserer Beratung stammt aus dieser Forschung.

Was ist eine Ökobilanzierung (LCA)?

Die Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA) erfasst die Umweltwirkungen eines Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus: Herstellung und Transport der Baustoffe, Errichtung, Betrieb, Instandsetzung sowie Rückbau und Entsorgung. Berechnet wird nach DIN EN 15978; für den gesetzlichen Nachweis nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz gilt künftig die im Juli 2026 veröffentlichte DIN SPEC 91606 „Angewandte Ökobilanzierung für Bauwerke“. Die Umweltdaten der Baustoffe stammen aus der ÖkobauDat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Das wichtigste Ergebnis ist das Treibhauspotenzial (GWP) in kg CO₂-Äquivalenten. Je nach Fragestellung weisen wir daneben den Primärenergiebedarf und weitere Wirkungskategorien aus. Eine Ökobilanz zeigt, an welchen Stellen die Emissionen eines Projekts entstehen und welche Planungsentscheidung sie am wirksamsten senkt. Je früher sie in die Planung einfließt, desto größer ist ihr Hebel: In der Konzeptphase lassen sich Konstruktion und Materialwahl noch ändern, nach der Ausschreibung kaum noch.

Wann brauchen Sie eine Ökobilanz?

  • Gesetzliche Pflicht nach dem GModG: Das im Juli 2026 beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz verankert die Ökobilanz im GEG. Ab dem 01.01.2028 gilt die Pflicht für Neubauten über 1.000 m², ab dem 01.01.2030 für alle Neubauten; gerechnet wird nach DIN SPEC 91606, das Ergebnis steht im Energieausweis.
  • Zertifizierung und Förderung: DGNB, QNG (Voraussetzung für die KfW-Förderung „Klimafreundlicher Neubau“, KFN) und BNB verlangen eine Ökobilanz mit definierten Grenzwerten. Details zur DGNB-/QNG-Zertifizierung
  • Projektentwicklung und Investment: Die EU-Taxonomie verlangt für Neubauten über 5.000 m² die Berechnung des Lebenszyklus-GWP; auch ESG-Reporting und Ankaufsprüfungen brauchen belastbare CO₂-Kennwerte je Objekt statt grober Schätzwerte.
  • Frühe Planungsphasen und Wettbewerbe: Variantenvergleiche (Konstruktion, Materialität, Sanierung vs. Neubau) machen ökologische Konsequenzen von Entwurfsentscheidungen sichtbar, solange sie noch änderbar sind.
  • Portfolio und Quartier: CO₂-Baseline und Dekarbonisierungspfade (etwa nach CRREM) für Bestände, Quartiersentwicklungen und Bebauungspläne.

Unsere Leistungen in der Ökobilanzierung

  • Ökobilanz für Zertifizierung und Förderung: nachweiskonform für DGNB, QNG, KFN und BNB, inklusive Einreichung und Abstimmung mit Auditor:in bzw. Zertifizierungsstelle
  • Variantenstudien in der Planung: Konstruktions- und Materialvergleiche mit klarer Empfehlung, auch parametrisch für Wettbewerbe und Optimierungen
  • Portfolioanalysen und CRREM: CO₂-Bilanz des Bestands, Stranding-Risiken, Sanierungsszenarien und Klimaschutzfahrpläne für ganze Portfolios
  • Quartiers- und B-Plan-Ökobilanzen: Umweltwirkungen ganzer Baugebiete schon im Bebauungsplanverfahren, bewertet im Kontext kommunaler Klimaneutralitätsziele
  • Klimaschutzkonzepte: CO₂-Bilanz des Ist-Zustands, daraus Dekarbonisierungspfade und ein Maßnahmenfahrplan, der wirtschaftlich tragbar bleibt

Wie läuft eine Ökobilanzierung bei vesta ab?

  1. Erstgespräch und Zieldefinition: Nachweiszweck (Zertifizierung, Förderung, Entscheidung), Systemgrenzen, Betrachtungszeitraum
  2. Datenaufnahme: Grundlage ist, was vorliegt: IFC-/BIM-Modell oder Bauteillisten, Bauteilaufbauten und Schichtdicken, Mengenermittlung, optional der Energiebedarf für die Nutzungsphase
  3. Berechnung und Modellierung: Bauteil für Bauteil gegen die ÖkobauDat, nach den Modulen der DIN EN 15978. Unsere Berechnungswege sind digitalisiert und reproduzierbar; jedes Ergebnis lässt sich bis zum einzelnen Datensatz zurückverfolgen
  4. Auswertung und Empfehlung: Ergebnisse je Lebenszyklusmodul und Bauteilgruppe, Hotspot-Analyse, konkrete Optimierungsvorschläge
  5. Bericht und Nachweis: prüffähige Dokumentation für Zertifizierungsstelle, Förderantrag oder Gremium; auf Wunsch als interaktives Dashboard

Für Bestandshalter, Projektentwickler und Planungsbüros mit wiederkehrendem Bedarf bieten wir auf Absprache Rahmenverträge an. In der Berechnung setzen wir eigene KI-Agenten ein, die Datenaufbereitung, Materialzuordnung und Massenauszüge übernehmen. Die Bilanzierung läuft dadurch deutlich effizienter: schneller in der Bearbeitung und günstiger für Sie. Die fachliche Prüfung und die Verantwortung für jedes Ergebnis bleiben bei unseren Ingenieuren.

Welche Daten im Detail nötig sind, hängt vom Projekt ab; wir stimmen das im Erstgespräch ab. Ein vollständiges BIM-Modell ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Referenzen mit Zahlen

  • Freisinger Landstraße, München-Freimann (Bayerische Hausbau Development): Quartiers-Ökobilanz für 16 Gebäude im B-Plan 2113 mit 16 Konstruktionsvarianten, dynamischen CO₂-Budgets für 3.460 Bewohner:innen über 50 Jahre und interaktivem 3D-Dashboard
  • Hybrid Loop Halle 8 (Check Services): Ökobilanz und Zirkularitätsquantifizierung für 6.000 m² BGF, nachgewiesene Einsparung von 1,9 Mio. kg CO₂-Äq., ausgezeichnet mit einem internationalen Designpreis
  • TUM Campus Garching (Technische Universität München): Ökobilanzierung und Sanierungsfahrplan für rund 826.000 m² BGF Lehr-, Labor- und Bürofläche

Warum vesta für Ihre Ökobilanz?

Ökobilanzierung ist eine Kernkompetenz unseres Büros. Dr.-Ing. Hannes Harter hat an der TU München zur Lebenszyklusanalyse großer Wohngebäudebestände promoviert, Dr.-Ing. Michael Vollmer zur LCA-basierten Optimierung des ökologischen Flächenbedarfs von Gebäuden. Die Methoden aus dieser Forschung sind in Fachzeitschriften wie Energy and Buildings und Building and Environment erschienen und stecken in jedem Mandat: zu unseren Publikationen. Dazu kommt ein durchgängig digitalisierter Berechnungsweg mit eigenen Werkzeugen bis zur ÖkobauDat-Anbindung, der Ergebnisse reproduzierbar und Varianten günstig macht.

Vertiefendes Wissen zu Ökobilanz, KfW-Förderung und EU-Taxonomie finden Sie auf unserer Themenplattform gebaeude-lca.de.

Häufige Fragen zur Ökobilanzierung

Was kostet eine Ökobilanz?

Der Aufwand hängt von Gebäudegröße, Datenlage und Nachweiszweck ab. Ein Einzelgebäude mit brauchbarer Datengrundlage ist deutlich schneller bilanziert als ein Portfolio mit Bestandsaufnahme. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein konkretes Angebot.

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Bei vollständigen Unterlagen typischerweise zwei bis vier Wochen für ein Einzelgebäude. Zertifizierungsprojekte takten wir auf die Fristen der Zertifizierungsstelle.

Reichen meine Unterlagen aus?

Meistens ja. Wir arbeiten mit IFC-/BIM-Modellen genauso wie mit Plänen und Bauteillisten. Was fehlt, ermitteln oder ergänzen wir mit dokumentierten Annahmen.

Brauche ich die Ökobilanz schon für den Förderantrag?

Für die KfW-Förderung „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN) ist das QNG-Siegel Voraussetzung, und dafür wiederum die Ökobilanz mit Grenzwertnachweis. Sie sollte daher früh in der Planung beauftragt werden, nicht erst zur Antragstellung.

Ab wann ist die Ökobilanz gesetzlich Pflicht?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz macht die Ökobilanz zum Bestandteil des GEG. Neubauten über 1.000 m² brauchen sie ab dem 1. Januar 2028, alle übrigen Neubauten ab dem 1. Januar 2030; das Ergebnis erscheint im Energieausweis. Wer heute plant und ab 2028 einreicht, sollte die Bilanz von Beginn an mitführen.

Sprechen wir über Ihr Projekt. Schildern Sie uns kurz Vorhaben und Zeitplan. Sie bekommen innerhalb von zwei Werktagen eine klare Einschätzung, ob und wie wir helfen können.

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